Die Prinzipien für einen guten Kaffee

Du willst einen wirklich guten Kaffee trinken? Es gibt drei Grundregeln zu beachten.

Der Einstieg in das Thema Kaffee ist komplex. Viele Variablen sind zu beachten. Die Temperatur des Wassers, die Wasserhärte, der Mahlgrad, der Zustand der Kaffeebohnen - als Einsteiger ist man schnell überfordert. Beachtet man allerdings drei wichtige Grundregeln, steht einem guten Kaffee nichts mehr im Weg.

Mit diesen Regeln kann man nicht sofort den besten Kaffee der Welt zubereiten, denn es gibt noch mehr zu beachten. Vernachlässigt man allerdings diese Prinzipien, ist es unmöglich, ein leckeres Getränk auf Basis der vorhandenen Bohnen zu erzeugen.

1. Gute Kaffeebohnen, idealerweise frisch geröstet

Um ein gutes Endprodukt zu erzeugen, benötigt man gute Zutaten. Beim Kaffee ist das nicht anders. Damit wir einen wirklich leckeren Kaffee zaubern, brauchen wir zuerst gute Kaffeebohnen. Denn wenn wir miese Kaffeebohnen haben, können wir mit ihnen wohl kaum einen wirklich guten Kaffee zubereiten.

Dazu hilft es, sich eine Rösterei seines Vertrauens zu suchen. In jeder größeren Stadt befindet sich eine Rösterei, die mit Liebe zum Handwerk ihrer Arbeit nachgeht und vorzügliche Bohnen verkauft. Sich mit Besitzern auf ein kleines Gespräch über Kaffee einzulassen, sollte leicht sein, denn sie brennen für ihre Sache und erzählen dir gern etwas über ihre Bohnen und wo sie herkommen.

Bei den besten Bohnen ist die Nachverfolgbarkeit hoch. Das heißt, man kann sie oft bis zum genauen Ort der Plantage zurückverfolgen. Das ist kein Garant für Qualität, aber ein Marker. Wichtig ist auch, dass die Bohnen nicht offensichtlich defekt sind, doch hier kann der Röster sicher weiterhelfen.

Wichtig ist ebenfalls, dass das Röstdatum nicht zu lange zurückliegt. Mit der Zeit verlieren die Kaffeebohnen ihren Geschmack und werden für das Machen des Kaffees eher ungeeignet. Ein bis zwei Monate nach Röstung sind die besten Geschmäcker bereits verloren.

Außerdem sollten die Bohnen sichtlich nicht beschädigt sein. Wenn viele von den Bohnen zerbrochen sind oder andere optische Defekte haben, ist etwas schiefgegangen. Diesen Kaffee sollte man nicht zur Zubereitung eines Kaffees nutzen.

2. Die Kaffeebohnen frisch mahlen

Mit einer Mühle mit Scheibenmahlwerk, um ein homogenes Mahlgut zu erzeugen. Das homogene Mahlgut ist wichtig, damit der Kaffee gleichmäßig extrahiert wird. Die Küchenmeister unter uns kennen das bei Kartoffeln. Schneidet man sich in ungleichen Größen und wirft sie in das kochende Wasser, sind die Kartoffeln nach der empfohlenen Kochzeit teilweise gar, teilweise bissfest. Denn das Wasser konnte die Kartoffeln nicht gleichmäßig kochen, da die einzelnen Stücke ungleich groß sind. Wenn der Kaffee mit dem Wasser in Kontakt kommt, werden die Aromen aus dem Mahlgut in das Wasser überführt. Das kann nur gleichmäßig erfolgen und somit den gewünschten Geschmack erzielen, wenn das Mahlgut in etwa gleich groß ist.

Industriemühlen beherrschen diese Fähigkeit, doch fertig gemahlener Kaffee hat ein Problem: Der Kaffee wurde bereits lange Zeit vor dem Verzehr gemahlen. Kaffee verliert allerdings schnell Aromen, weshalb es wichtig ist, den Kaffee so spät wie möglich vor der Zubereitung des Kaffees zu mahlen. Das gewährleistet, dass alle Aromen in der Kaffeetasse landen und das Getränk nicht zu früh schmeckt wie drei Tage Regenwetter.

3. Genaues Nachmessen

Man koche das Wasser auf, mahle seine Kaffeebohnen und bereite seinen Kaffee zu. Warte mal, so einfach ist das nicht. Wie viel Wasser habe ich noch das letzte Mal genommen? Wie viele Bohnen habe ich gemahlen? Ohne diese beiden Angaben lässt sich der Kaffee beim nächsten Mal nicht wieder genauso zubereiten, selbst wenn man dieselben Bohnen hat und weiß, wie lange man benötigt hat. Deshalb ist eine genaue Messung wichtig. Das Wasser sollte nach Gewicht zubereitet werden, nicht nach Volumen, denn diese Angabe ist genauer.

Entsprechend sollte man auch die Bohnen wiegen, um das Verhältnis von Kaffee zu Wasser zu kennen. Als Einstieg für die meisten Zubereitungsarten sind 60g/l geeignet. Da Wasser bei der Umgebungstemperatur von 25 °C ziemlich genau ein Kilogramm bei einem Liter wiegt, eignet sich die vorher genannte Darstellungsweise, auch wenn ich explizit schreibe, nicht das Volumen zu messen. Denn bei größerer Temperatur sind es eben nicht mehr ein Kilogramm pro Liter, sondern weniger.

Tipp: Alle Schritte, Zeiten und Gewichte in ein Tagebuch oder einer App notieren, damit man später das Rezept für den Kaffee wiederholen kann.

Zusammenfassend: 3 Prinzipien für wirklich guten Kaffee

Es könnte einfacher nicht sein. In so wenigen Punkten ist fast alles gesagt, was zu beachten ist, um grundlegend einen wirklich guten Kaffee zu machen. Das alleine wird natürlich nicht ausreichen, um sich jetzt gleich an die Zubereitungsmethode zur Wahl zu setzen und dir und deinem Gast einen leckeren Kaffee zuzubereiten. Aber du weißt bereits, worauf man achten muss.